Gleichstellung

Bislang entscheiden sich in Deutschland Frauen noch immer häufiger als Männer gegen eine Karriere in der Wissenschaft oder in wissenschaftsassoziierten Bereichen und verlassen häufig nach der Promotion die Universitäten und Forschungseinrichtungen. Dadurch gehen sie den Hochschulen, der Wissenschaft und der universitären Forschung als wertvolle Arbeitskräfte und hochqualifizierte Expertinnen verloren. Ein Ziel des Schwerpunktprogramms „Kompetenzmodelle“ war es, im Rahmen der durch die DFG geförderten Gleichstellungsmaßnahmen, Frauen während und nach ihrer Promotionsphase darin zu unterstützen, sich für eine weitere wissenschaftliche oder wissenschaftsnahe Karriere zu entscheiden (s. auch DFG-Infoblatt).

Daher wurden mit der DFG-Finanzierung im Rahmen des Schwerpunktprogramms (SPP) verschiedene Gleichstellungsmaßnahmen gefördert, die:

  • die Anzahl der Wissenschaftlerinnen auf der Ebene der Projektleitung erhöhen
  • die im Forschungsverbund arbeitenden Nachwuchswissenschaftlerinnen bei der Verfolgung ihrer wissenschaftlichen Karriere unterstützen
  • den Arbeitsplatz "Wissenschaft" familienfreundlicher gestalten.


Mentoring-Netzwerk

Um diese Ziele zu realisieren wurde am SPP ein Mentoring-Netzwerk eingerichtet. Das Mentoring stellt einen bewährten Weg dar, Frauen in ihrer wissenschaftlichen Karriere zu unterstützen. Mentoring ist ein Konzept für einen strukturierten und effizienten Erfahrungsaustausch zwischen Mentee und Mentor/in, der der Mentee neue Einsichten und Perspektiven im Hinblick auf die eigene Karriereplanung eröffnen und ihr dadurch eine größere Handlungssicherheit vermitteln kann und soll.

Das Mentoring-Programm im Schwerpunktprogramm „Kompetenzmodelle“ startete offiziell mit der Auftaktveranstaltung im Mai 2012. Insgesamt sieben Doktorandinnen und Postdoktorandinnen, die im SPP beschäftigt waren, nahmen daran teil. Mentor/innen waren sechs Professor/innen aus dem SPP sowie eine „externe“ Professorin.

Das erste Netzwerktreffen fand vom 16.-17. November in München statt.

Das Mentoring-Programm enthielt folgende Bausteine:

    • Mentee-Mentor/in-Beziehung (Face-to-Face)
    • Workshops für die Mentees
    • Netzwerktreffen zum Austausch der Mentees und Mentor/innen untereinander.


    Berufsbezogene Förderung

    Neben der Teilnahme am Mentoring-Netzwerk hatten die Mitarbeiterinnen im SPP auch die Möglichkeit, Angebote zu berufsbezogener Förderung wahrzunehmen. Je nach Bedarf und Interesse wurden im Rahmen der Gleichstellungsmaßnahme Kosten für ein individuelles Coaching oder für Seminare z.B. zu Karriereförderung, Berufungsverfahren und Führungskompetenz übernommen.


    Kinderbetreuung

    Um den Arbeitsplatz familienfreundlicher zu gestalten, gab es zudem bei SPP-Veranstaltungen die Möglichkeit der Kinderbetreuung vor Ort oder einen Zuschuss für eine externe Betreuung zu erhalten. Angestellte des SPP konnten außerdem zur Entlastung bei Routineaufgaben am Arbeitsplatz einen Antrag zur Beschäftigung einer Hilfskraft stellen, so dass sie ihren familiären Verpflichtungen (auch z.B. Pflege von Angehörigen) nachkommen können.

     

    Weitere Informationen finden SPP-Mitglieder nach der Anmeldung im Mitgliedsbereich.